MutGeschichte Nr. 1 am 01.Mai 2017 von Anja Sweet – Alleine Reisen – ja auf jeden Fall! Meine Gründe, warum du es tun solltest

Anja Sweet, MutGeschichte, Angst, Reisen
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Alleine Reisen – ja auf jeden Fall! Meine Gründe, warum du es tun solltest

 

Seit ich wieder in Deutschland gelandet bin habe ich schon ein paar Mal gehört, wie mutig andere Menschen das finden, dass ich so alleine durch die Gegend reise und das sie sich das nicht trauen würden.
Ich war ungefähr 9 Jahre nicht verreist, weil es sich mit jemand anderen einfach nicht ergeben hat und ich alleine Angst hatte. Letztes Jahr habe ich dann beschlossen, dass ich unbedingt mal wieder an die Ostsee will, dorthin wo ich zum letzten Mal vor Jahren war. Allerdings habe ich dazu einen triftigen Grund gebraucht um mich zu trauen und habe auch einen gefunden. Ich wollte unbedingt schon immer mal schöne Fotos von mir haben. Fotos, die nicht jeder hat, professionelle und einmalige Fotos wie z. B. am Strand. Das habe ich mir dann auch erfüllt, da ich aus puren Zufall auf Google+ mit einem Fotografen auf Usedom ins Gespräch kam.
Natürlich hatte ich Angst alleine zu verreisen und kurz vor der Reise habe ich mich gefragt, was ich mir dabei gedacht habe? Was, wenn alles Mögliche schiefgeht?! Ich habe mich aber auch darauf gefreut. Die Anreise verlief ohne Probleme, keine meiner Ängste hat sich bestätigt, nein ganz im Gegenteil alles war gut. Trotzdem kam ich fix und fertig an, die ganze Anspannung, die ich schon Wochen vorher hatte. An der Ostsee habe ich mich dann sehr gut entspannen können. Auf der Heimreise konnte ich dann gelassen mit dem Zug nach Hause fahren und hatte bald tolle Erinnerungsfotos vom Shooting.
Seitdem habe ich den Drang, dass ich von Zuhause regelmäßig wegmuss, was Neues sehen und erleben muss.
Reisen erweitert den Horizont. Alleine reisen macht offener gegenüber Anderen und der Umgebung, weil man sich nicht auf jemand anderen konzentriert. Dadurch werde ich viel öfters von anderen unterwegs angesprochen oder es ergeben sich Gespräche und ich spreche auch selbst schneller andere an. Wenn man alleine unterwegs ist, dann bekommt man einfach mehr von der Gegend mit, weil man sich selbst orientieren muss und so einfach viel mehr und bewusster wahrnimmt, wo man grade rumläuft. Wenn man alleine reist lernt man sich selbst besser kennen und auch das man sich selbst genug sein kann. Das man nicht von jemanden abhängig sein muss um genau das zu tun.
Ich wollte und will mein Leben verändern um mehr Freude und Sinn wieder zu empfinden. Die Reise nach Usedom war schon der Anfang, aber ich wusste, dass ich, um das wirklich zu schaffen, Hilfe brauche, weil ich manchmal einfach nicht weiterweiß. Dann bin ich auf den CoachingIntensivTag in London mit Niels Koschoreck gestoßen. Wir haben mal telefoniert und ich dachte auch, ja das sollte ich zwar tun, aber die Angst war groß. Ich war vorher noch nie geflogen und dann in einem anderen Land, andere Sprache… Ja, das hat mir sehr Angst gemacht und nach London reisen macht mir immer noch Angst.
Der CoachingIntensivTag konnte Yoga at The Shard am Morgen beinhalten und das habe ich mir dann alles erst mal im Internet angesehen. Als ich The Shard gesehen habe und mir vorgestellt habe dort Yoga zu haben haben, wusste ich, dass ich das alles unbedingt haben wollte. Ohne diesen Das-Muss-Ich-Unbedingt-Haben-Egal-Was-Passiert-Antrieb, hätte ich niemals den Mut gehabt nach London zu fliegen, auch wenn ich wusste, dass es wichtig ist. Überhaupt wäre ich sonst nie auf den Gedanken gekommen nach London zu fliegen.
1 Tag vorher habe ich auch nur noch gedacht, OMG was habe ich nur wieder gemacht??? Was habe ich mir dabei gedacht? Trotz aller Ängste hatte ich 5 sehr schöne unvergessliche Tage in London und ich bin sehr froh, dass ich mich das getraut habe. Das war ein sehr großer Schritt, der sich sehr gelohnt hat und durch die jetzt 1-jährige Unterstützung und Zusammenarbeit mit Niels kann ich die für mich notwendigen Veränderungen realisieren und umsetzen. Veränderungen sind nichtsdestotrotz harte Arbeit und man braucht Zeit und Geduld mit sich selbst.
Ich habe nach wie vor mega Angst, wenn ich verreise und Zweifel oft an mir, ob ich das wirklich wieder tun soll… ob ich das schaffe… und dann tu ich es „einfach“…
Mittlerweile ist es so, dass ich keinen absoluten triftigen Grund mehr zum Reisen brauche, sondern es genügt, dass ich mal wieder einen anderen Horizont sehen möchte.
Reisen macht stolz, weil man weiß was man alles geschafft hat und auch schaffen kann. Reisen verbindet, weil man etwas zu erzählen hat und sich mit anderen darüber austauschen kann.
Durch London habe ich meine Liebe zur Kunst entdeckt. Kunst bedeutet mir sehr viel mittlerweile und gibt mir sehr viel Sinn. Manchmal spendet sie mir auch Trost. Meine nächste Reise nach London ist auf jeden Fall vor allem wegen Londons wunderschöner Kunst, die ich jetzt auch schon wieder ein bisschen vermisse.
Ich kann dir nur ganz dolle empfehlen, wenn es einen Ort gibt, an dem du unbedingt mal sein möchtest, aber dich nicht traust, weil du alleine dorthin müsstest, dann lass dich nicht von deiner Angst alleine zu reisen aufhalten, sondern trau dich, trotz dieser Angst!
Du wirst hinterher sehr stolz auf dich sein und so froh, dass du dich getraut hast. Auf allen meinen Reisen sind keine Katastrophen passiert. Die einzigen Katastrophen, die passiert sind, waren einzig und alleine nur in meinen Kopf. Das macht doch Hoffnung, oder? Deshalb besser nicht so viel nachdenken, sondern machen, aber natürlich alles gut planen und organisieren vorher, dadurch minimiert man das Katastrophen-Risiko: D.
Fazit: Ich bin durch das Reisen selbstbewusster geworden und bin mir meiner Werte bewusst auf die ich Wert lege.

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