MutGeschichte Nr. 14 am 14.05.2017 von Antje Hirt – Ich vertraue dem Leben!

MutGeschichte Nr. 14 am 14.05.2017 von Antje Hirt - Ich vertraue dem Leben!
Antje Hirt, Mut, MutGeschichten
Ein junger Mann sagte einmal zu mir: “Ich habe gesehen, was du geleistet hast.Irgendwann musst du das ausgleichen.Es gibt nur eine Lebensenergie”
Manche Sätze bleiben. Sie sitzen tief, wie dieser. Seit er ausgesprochen wurde ist er bei mir präsent. Was ich auch tue, er geht nicht weg. Vielleicht weil er so einfach ist. Ich liebe Einfachheit. Rückblickend und Vorausschauend.
Mehrmals in meinem Leben begegnete mir Yoga. Und es verschwand wieder. Fand den Weg nicht zu mir und ich nicht zu ihm. Wir passten einfach nicht zusammen, woran auch immer es lag.

Meine Erkenntnis aus diesen beiden Erlebnissen?

Etwas, was ich unbedingt wollte, verschwand einfach immer wieder, entzog sich mir.
Etwas, um das ich nicht gebeten hatte blieb einfach. Bestach durch Präsenz ohne aufdringlich zu sein.
Darin steckt Lebensweisheit.

Und dann kam Yin Yoga

Wie? Ich erinnere mich nicht so genau daran. Auch irgendwie typisch für Dinge, die bleiben. Sie kommen nicht wahnsinnig bedeutungsvoll daher.Was ich genau beschreiben kann ist das Gefühl dazu: Es tat gut.Von der ersten Minute an. Nicht nur die Positionen, auch das Einlesen. Das gesamte Kennenlernen war irgendwie positiv. “Alles ist gut so wie es ist” war ein Gefühl, was sich sofort einstellte.
Neben all den “oberflächlichen”, schnellen Wirkungen wie Stressreduktion, Flexibilität, Körpergefühl, Ruhe und Gelassenheit nach einer Lektion, hat es tief in mir etwas bewirkt. Es hat sich sozusagen in mein Leben geschlichen und schaut lächelnd um jede Ecke.

Nicht die Zeit während des Übens ist entscheident…

…sondern all das, was dazwischen passiert.
Meine Alltagssituationen haben sich verändert, meine Sicht darauf ebenfalls. Ein spürbarer Fluss von Lebenskraft ist in mir und die Selbstliebe geht tiefer, getragen von einem echten Verständnis warum ich bin wie ich bin.
Heute, an diesem Sonntag habe ich realisiert, dass Yin Yoga bleibt. So wie der anfangs beschriebene Satz. Ohne Leistungsdruck, einfach wohltuend. Das habe ich nicht selbst und bewusst entschieden. Vielmehr gab es da gar nichts zu entscheiden. Es ist geschehen und es hatte eine Wirkung.

Es gibt zwei Grundpolaritäten im Leben…

…und es ist nicht möglich das zu ignorieren.
Unsere heutige Zeit ist gefüllt mit Yang. Viel Aktivität, viel Bewegung. Zuviel. Yang kann ohne Yin aber nicht existieren. Sie sind ineinander enthalten und aufeinander bezogen. Wenn beides ausgeglichen ist, ist der Mensch gesund. Wieviel Yin gibt es in eurem Leben?
Danke an alle, die sich in mein Leben schleichen und nicht mehr weggehen, weil sie mich damit unendlich viele Dinge lehren.

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