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MutGeschichte Nr. 06 am 06.05.2017 von Renate Gabriel – Aus der Depression in ein neues Leben!
Renate Gabriel, MutGeschichte, Mut

MutGeschichte Nr. 06 am 06.05.2017 von Renate Gabriel – Aus der Depression in ein neues Leben!

Renate Gabriel, MutGeschichte, Mut
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Ich habe in meinem Leben sehr viel Negatives erlebt, was mich letztendlich am 19. August 2015 in schwere Depression und einem Suizid-Versuch getrieben hat.
Das Datum ist in meinem Gedächtnis fest eingebrannt, denn dieser Tag hat mein Leben komplett aus den Fugen gerissen, aber mich nach Monaten der Regeneration wieder in neue Bahnen gelenkt.
Mein Coach, der mich durch diese schwierige Krise begleitet hat, und mich auch heute noch unterstützt, hat mal folgendes zu mir gesagt:

Du wurdest neu geboren. Du kannst nochmal ganz von vorne anfangen, Diese Chance erhält nicht jeder, nutze sie..

Wie ich in diese Krise geraten bin, wäre ein sehr lange Geschichte und würde hier den Rahmen sprengen. Weiterhin nimmt es mich emontional immer noch sehr mit.
Zuletzt kann ich nur eins sagen: Ich blicke wieder positiv ins Leben und weiß, dass Probleme (egal wie schwer) lösbar sind.
Nachfolgend eins meiner Gedichte, welches diese Zeit am besten beschreibt und auch wie ich den Weg daraus gefunden habe.

Ich atme – ich bin

Nur noch funktionieren und sich ständig die Frage stellen, warum das Ganze. Immer darauf achten, nicht aufzufallen, keine Fehler zu machen und stark zu sein. Stark zu sein, für andere und nicht für sich selber. Das eigene Leben zählt nicht, sondern nur das der Anderen. Doch irgendwann gingen alle Lichter aus. Denn ich hatte die ganze Zeit das Wesentlichste völlig aus den Augen verloren:
Ich atme – ich bin!
Nun drehe ich mein Zeitrad wieder selber, bestimme mein Tun und Handeln eigenständig. Niemand kann mir mehr vorschreiben, wie und wann ich mein Leben zu führen habe. Diese Erkenntnisse waren ein langer und mühsamer Prozess mit vielen Rückschlägen, die mich auch heute noch ereilen. Aber jetzt richte ich mich immer wieder auf, denn
Ich atme – ich bin!
Das zu sagen, kostet manchmal viel Kraft, gibt aber auch Kraft. Die Kraft zu sagen, ich mache Fehler, darf auch Fehler machen. Ich bin nicht perfekt und muss es auch nicht sein. Und keiner hat das Recht, mich dafür zu verdammen. Jeder Mensch hat Rechte und Gefühle, die auch beachtet werden wollen, denn Ich atme – ich bin!
Meine Gedanken waren klein und zart, wie gesponnene Seidenfäden. Im Laufe der Zeit mischte sich ein feiner Metallfaden mit ein – hart, aber elastisch. Er gab den Gedanken Halt und Stabilität. Die Gedanken wuchsen, der Geist gewann an Selbstvertrauen. Heute betrachte ich das Leben als Geschenk. Auch wenn dieses Geschenk Macken, ja sogar Kratzer hat und bestimmt nicht das Attraktivste ist, ist es mein Leben. Und dieses Leben sagt:
Ich atme – ich bin!

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